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  • MrShelby
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    21 September 2017
    #1

    Der Islam und das Jungfernhäutchen

    Hallo zusammen,

    der Online-Ableger WDR360 berichtet aktuell über muslimische Frauen, die sich aus Angst vor der Familie vor einer Hochzeit das Jungfernhäutchen rekonstruieren lassen. Neben einer nicht repräsentativen Straßenumfrage kommen ein Facharzt und die Vertreterin einer Beratungsstelle zu Wort. Betroffene haben lt. Moderatorin allesamt das Interview aus Angst verweigert. Nicht gesprochen wurde leider mit islamischen Geistlichen, Zentralratsvertretern oder Familien"oberhäuptern". Wäre interessant gewesen zu erfahren, warum sie 2017 eine Frau als Ware sehen, die nicht "beschädigt" geehelicht werden kann. Wie es an einer Stelle anklingt wird die zufünftige Braut durch die Familie körperlich auf "Reinheit" inspiziert...

     
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  • User 77547
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    21 September 2017
    #2
    Schlimm. Da gab es ja letztens gerade eine gute ZDF-Doku über den Jungfräulichkeitskult im Islam. Das offenbart für mich eine völlig verkorkste Vorstellung über weibliche und männliche Sexualität. Es gibt aber glücklicherweise einige Projekte, die daran arbeiten, dass sich bei den Jüngeren diese Vorstellungen verändern. Leider scheint das ein enorm dickes Brett zu sein. Das scheint echt tief zu sitzen, selbst bei vielen gut integrierten Muslimen.
     
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  • User 135586
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    21 September 2017
    #3
    Off-Topic:
    Dazu gibt es schon 'nen Thread :zwinker:
     
  • MrShelby
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    21 September 2017
    #4
    Wozu nicht? :zwinker:

    War ja u. a. auch als "Fernseh"tipp gedacht, der Thread.
     
  • User 91095
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    21 September 2017
    #5
    Es gibt bestimmt verschiedene Auslegungen vom Islam, aber soviel ich weiß, ist vorehelicher Sex zwar eine Sünde (wie auch in anderen Religionen), aber es ist nicht verboten oder gar dreckig im Islam, eine nicht-mehr-Jungfrau zu heiraten, und das gilt für Männer und Frauen. Gott ist der, der Sünden verzeiht, und Gott ist der, der sich darüber eine Meinung bilden darf, sonst niemand. Dass eine Frau, die ihr Jungfernhäutchen durch vorehelichen Sex verloren hat, quasi nicht mehr rein genug ist, um geehelicht zu werden, und dass vorehelicher Sex bei Männern mehr oder weniger egal ist, ist das Resultat einer patriarchalen Kultur, aber nicht direkt vom Islam, wie auch viele andere Dinge, unter denen meistens Frauen zu leiden haben (Zwangsverschleierungen, lächerlich hohe Standards bzgl. der scheinbaren Frömmigkeit junger Mädchen, etc.).
     
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  • MrShelby
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    21 September 2017
    #6
    Lotusknospe

    Die Sache ist wohl eher, dass sich männliche Jungfräulichkeit nicht beweisen lässt.

    Davon ab halte ich es für eine gewagte These, dass sich Religiösität und diese Vorstellungen nicht durchdringen bzw. das eine das andere nicht verstärkt. Würden sie auch so denken, wenn sie alle Atheisten wären?
     
  • User 152150
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    21 September 2017
    #7
    In Indonesien gibt es für Polizistinnen und Offiziersanwärterinnen des Militärs sowie Frauen die in besagten Gruppen heiraten wollen noch verpflichtende Jungfräulichkeitstests. Selbst für Schülerinnen, die auf höhere Schulen wollten gab es bis vor kurzem diese.....jetzt wohl nicht mehr (offiziell:whistle:).
    Allerdings ist es in Indonesien Ärzten verboten die Jungfräulichkeit auch wieder "herzustellen".
     
  • User 68557
    User 68557 (27)
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    21 September 2017
    #8
    Ich versteh den gesamten Gedanken nicht. Nachdem sich ein Arzt bei mir bei einem Eingriff in Kleinkindalter furchtbar bemüht hat, mein Jungfernhäutchen zu erhalten, hab ichs dann (vermutlich) durch Sport (Ballett und Reiten) verloren. War ich deshalb beim ersten Mal keine Jungfrau mehr? :what:
    Will sagen: Die Nichtexistenz dieses Häutchens ist doch kein Beleg dafür, dass man schon Sex hatte.
     
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  • User 18741
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    21 September 2017
    #9
    Die Basis des Islam bildet der Koran.
    Lies ihn mal.
    Dann wirst Du das eventuell anders sehen.
     
  • User 91095
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    21 September 2017
    #10
    Selbst wenn man weiß, dass der Mann keine Jungfrau mehr ist (oder er es zugibt), ist es egal.

    In China sind die meisten Menschen Atheisten, aber auch da ist es (den Männern) wichtig, dass die Frau vor der Ehe möglichst prüde gelebt hat, am besten noch Jungfrau ist.

    Du, ich bin sicherlich kein Verfechter vom Islam. Aber es bringt auch nichts, ihn zu verteufeln. Du kannst Menschen nicht zwingen, ihre Religiosität abzulegen. Und der Koran ist bzgl. Jungfräulichkeit meines Wissens nicht schlimmer als die Bibel oder das Alte Testament. Aber so ein Buch hält ja auch Juden und Christen nicht davon ab, es heutzutage lockerer zu sehen. Die Kultur ist am Ende das, was ausschlaggebend ist. Und es ist bezeichnend, dass es da in allen Religionen eine Doppelmoral gab und gibt, solange patriarchale Strukturen der Religion in der Gesellschaft widergespiegelt werden.
     
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  • MrShelby
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    21 September 2017
    #11
    Eine reine Kulturfrage ist es aber nicht mehr, wenn die Reaktionen auf eine fehlende Jungfräulichkeit strafrechtlich relevant werden.
     
  • User 91095
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    21 September 2017
    #12
    Versteh ich nicht. Wieso?

    Und, nein, eine REINE Kulturfrage ist es sicher nicht. Aber es ist eher eine Kultursache, als eine Religionssache. Viele von den Leuten, die sich auf einmal einbilden, dass sie ne Jungfrau als Frau haben wollen, sind doch eigentlich selbst kaum religiös. Das ist eine Familiensache, eine Frage der Ehre und noch so bescheuerter Kram. Kleines Ego oder sowas.
     
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  • User 152150
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    21 September 2017
    #13
    Für Leute, die gerne alte, staubige Bücher für bare Münze nehmen, wohl schon...
     
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    21 September 2017
    #14
    Ich weiß nur, dass aus diesem Grund oft Analsex praktiziert wird um vorehelichen Sex zu haben und das Häutchen intakt zu halten.
     
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    21 September 2017
    #15
    Bei den Moslems? Ich kenn das nur von den strengreligiösen Amis...
     
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    21 September 2017
    #16
    Das neue Testament ist ein extremer Unterschied zum alten Testament oder zum Koran.
    Und dem "Patriarchat" für alles die Schuld in die Schuhe zu schieben, halte ich auch für gewagt. Sind es doch häufig die älteren, weiblichen Familienmitglieder, die Wert auf konservative Werte und somit auch eine entsprechende Interpretation der Religion legen, so zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis deutlich mehr als einmal beobachtet.
     
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    21 September 2017
    #17
    Das eine hat doch nix mit dem anderen zu tun. Patriarchat heißt nicht, dass Männer schuld an allem sind. Auch Frauen können diese Gesellschaftsform aktiv unterstützen.
     
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    21 September 2017
    #18
    Ähnliche Stellen findest du auch in der Bibel. auch in der Tora.
    Die heiligen Schriften sind einfach aus einer komplett anderen Zeit.
    Es liegt allein in der Auslegung der Menschen heute, wie sie die Texte verstehen wollen.

    Soll heissen:
    Wenn man nur lang genug sucht und kreativ genug interpretiert, findet eigentlich jede Ideologie, jede Moralvorstellung seine Sure, einen Vers, einen Psalm der passen mag.
    Ist nur Interpretationssache, und wie sehr man sich heute noch von Gesetzestexte, die Jahrhunderte bzw. Jahrtausende alt sind leiten lassen will.
     
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  • User 152150
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    21 September 2017
    #19
    Na ja....aber wer geht heute noch in eine "Bibelschule" oder ehrfürchtig und regelmäßig in eine Kirche?
    Demnach sinds ja nur noch....100-150 Jahre, bis der muslimische Glaube angekommen ist, wo wir jetzt sind:rolleyes:

    ...wenn er sich denn tatsächlich so entwickelt
     
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    21 September 2017
    #20
    Ich glaube, es spielt eine große Rolle, wer die religiösen Führer sind. Habe von Flüchtlingen aus muslimischen Ländern gehört, dass sie hier tw. sehr schockiert waren, als sie in die Moscheen gegangen sind, weil da ultrakonservatives Zeug gepredigt wurde, das in ihren Moscheen zu Hause niemals gepredigt werden würde. Wenn dein religiöser Ratgeber ein Erzkonservativer ist, dann bringt das eine Religionsgemeinschaft natürlich nicht weiter. Zusätzlich werden viele Dinge wie sexuelle Revolution, Emanzipation der Frau in arabischen/islamischen Ländern als typisch westliche Bewegungen verstanden, und wenn man mit dem Westen im Clinch liegt, dann möchte man sich so gut es geht von ihm abgrenzen. Und das führt dann leider oft auch zu einer Verstärkung der traditionellen Ansichten. Anstatt also die natürliche gesellschaftlich-progessive Entwicklung willkommen zu heißen, wird sie verstoßen, weil es so verstanden wird, als würde man vom Westen lernen, wenn man diese Sachen annimmt (zumindest ist das meine Interpretation der Dinge).
     
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