Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • whitewolf
    Verbringt hier viel Zeit
    729
    101
    0
    nicht angegeben
    14 März 2008
    #1

    England: Ein Paar wuenscht sich ein taubes Kind

    Ein britisches Paar, beide gehoerlos, haben bereits eine gehoerlose Tochter.
    "Das Paar war beglückt, als auch die Tochter taub zur Welt kam."

    Nun wuenscht sich das Paar ein zweites gehoerloses Kind. Aufgrund des Alters der Mutter koennte dazu eine kuenstliche Befruchtung notwendig werden.

    Dieses Vorhaben wuerde aber mit einem kurz vor der Verabschiedung stehenden Gesetz kollidieren, wo es heißt:
    „Personen oder Embryone, bei denen eine Störung der Gene, Chromosome oder Mitochondrien festgestellt worden ist, die ein deutliches Risiko mit sich tragen, dass die Person mit der Anormalität eine ernste physische oder geistige Behinderung, eine ernste Krankheit oder jedweden anderen ernsten medizinischen Zustand entwickeln wird, nicht denen vorgezogen werden, bei denen eine solche Anormalität nicht bekannt ist“.


    Der Vater ist schockiert:
    "Wenn hörende Menschen das Recht hätten, ein taubes Embryo wegzuwerfen, sollten wir als Gehörlose ebenfalls das Recht haben, ein Embryo mit Gehör wegzuwerfen“.


    Die Eltern sehe ihre Taubheit nicht als Behinderung und bedauern stattdessen Leute, die der Zeichensprache nicht mächtig sind.

    Vater: "Die Ablehnung eines tauben Embryos zugunsten eines Embryos mit Gehör empfindet er als Diskriminierung."


    Quelle
     
  • Reliant
    Reliant (36)
    Sehr bekannt hier
    2.697
    198
    604
    vergeben und glücklich
    14 März 2008
    #2
    Erinnert mich an "Gnadenlos schön"

    Die Zeichensprache kann man doch auch als Hörender lernen, was ist das für ein Argument?

    Nennt mich ruhig intollerant, aber ich finde das Verhalten der Eltern vollkommen egozentrisch. SIE wollen ein behindertes Kind weil SIE mit ihrer Behinderung glücklich sind. Was das Kind will interessiert sie dabei gar nicht.
     
  • many--
    many-- (33)
    Beiträge füllen Bücher
    3.058
    248
    1.378
    Verheiratet
    14 März 2008
    #3
    Die Kernfragen sind:
    1) Hat man das Recht, behinderten Nachwuchs zu verbieten?
    2) Ist Taubheit eine Behinderung?

    Die Eltern sind wohl eher der Ansicht, dass Punkt 2 nicht zutrifft, und daher der Fall problemlos sein müsste. - Meine Meinung: Zeichensprache hin oder her, Taubheit ist eine Behinderung. Ein Kind nicht nur wissentlich, sondern gezielt behindert auf die Welt kommen zu lassen, nur weil man selber sich nicht behindert fühlt, halte ich (und gehe hier mit Reliant konform) für den Gipfel des Egoismus.
     
  • Chimaera
    Chimaera (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    162
    101
    0
    Verheiratet
    14 März 2008
    #4
    Hey - die Problematik kommt mir irgendwoher bekannt vor :tongue: .

    Mich würde interessieren wie hoch die Chance für ein weiteres behindertes Kind stehen. Wenn sowas nämlich mit 90%iger Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dann sollte man die INVITRO-geschichte schon verhindern.

    Ich finde es echt widerlich, dass die sich ein behindertes Kind WÜNSCHEN.
     
  • carbo84
    Benutzer gesperrt
    594
    0
    0
    nicht angegeben
    15 März 2008
    #5
    Mit Taubheit ist das Kind in der Gesellschaft deutlich stärker eingeschränkt als wenn es hören kann.
    Folglich handelt es sich um eine Behinderung.

    Was wäre der nächste Schritt ? Blinde Kinder? Man kann schließlich mit nem Blindenstock tasten ?!

    Nein, es bleibt dabei : Behinderte Kinder abzutreiben halte ich noch für akzeptabel. Auch, aus Egoismus der Eltern, da dieses ihr Leben erheblich erschweren würde, muss das nicht sein, wenn man es frühzeitig erkennt.

    Sich aber extra ein behindertes Kind zu wünschen ? Nein, das ist mir zu egoistisch.
     
  • D-Man
    D-Man (31)
    Meistens hier zu finden
    1.242
    133
    84
    in einer Beziehung
    16 März 2008
    #6
    Na ja... ist das nicht eine sehr schnell gewählte Schlussfolgerung? Ich glaube wenn du dich mit einem tauben Menschen unterhälst, wird er dir nicht sagen, das er sich in seine Lebensqualität eingeschränkt fühlt. Ich seh jeden Tag Menschen die ich für uneingeschränkt dämlich halte, den verbietet auch keiner dämlichen Nachwuchs.


    Der Meinung bin ich auch... generell sollte jede Mutter das recht haben abzutreiben. Aber das ist ja nun nicht Gegenstand der Diskussion.


    Wäre es egoistisch wenn sich weiße Eltern ein weißes Kind wünschen, oder schwarze Eltern ein Schwarzes?
    Das ist letztendlich nur eine Frage des Standpunkts und wenn man es mal auf einen einfachen nenner runterbricht bedeutet deine Festellung eigentlich nur:
    1. Taube Menschen haben weniger Lebensqualität als Andere
    2. Aufgrund ihrer Taubheit dürfen sie nicht entscheiden ob sie Kinder durch eine künstliche Befruchtung bekommen oder nicht.
    Demnach darf man dem Vater eigentlich nur Recht geben: es handelt sich um Diskriminierung.


    Wenn man natürlich die Frage danach stellt, ob man diesen Eltern dabei helfen sollte - also per künstlicher Befruchtung - einen Gendeffekt weiter zu geben ist die Frage eigentlich nicht zu beantworten da es wieder lediglich am Standpunkt liegt, was als Gendeffekt einzustufen wäre und was normal ist.
     
  • Club_der_Loser
    Verbringt hier viel Zeit
    53
    91
    0
    Single
    6 April 2008
    #7
    die sorgen möchte ich haben :ratlos:
     
  • Party_Girl
    Meistens hier zu finden
    1.204
    133
    28
    vergeben und glücklich
    7 April 2008
    #8
    Natürlich ist die Taubheit eine Behinderung. Es behindert sie zu hören. Aber ich finde es auch schade das die Eltern das schlimm finden würden, wenn sie ein Baby mit Gehör auf die Welt bringen würden. Man sollte sein Kind doch so lieben wie es ist oder nicht?...schon schade was man so alles hört :kopfschue .
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste