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  • User 20345
    User 20345 (38)
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    nicht angegeben
    6 Mai 2008
    #1

    Lesbische Schüler nicht erwünscht

    Manizales/Kolumbien - Im von den Katholiken beherrschten Kolumbien wurden zwei junge Mädchen der Schule verwiesen, weil sie eine lesbische Beziehung führen.

    Nach ihrem Outing vor der Rektorin ihrer Mädchenschule wurde ihnen der weitere Besuch des Unterrichts versagt. Mit Hilfe der Behörden erkämpften die beiden ihr Recht zum Schulbesuch.

    Bei ihrer Rückkehr empfingen sie die etwa 700 Mitschülerinnen mit Hassparolen und den Worten:
    Diese Demonstration der Intoleranz erfolgte mit der stillschweigenden Erlaubnis der Schulleiterin.

    Quelle: www.spiegel.de
     
  • User 70315
    User 70315 (29)
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    6 Mai 2008
    #2
    intolerante ****** boar.. aber was ich immer fast am Schlimmsten an all dem finde:

    es überrascht mich nicht.

    sollen sie doch alle gott heiraten.
     
  • Shiny Flame
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    6 Mai 2008
    #3
    Eine Sache daran zeigt mir, dass die Welt doch noch nicht völlig verloren ist: Zum einen hat der Journalist den beiden geholfen, einen Weg zurück in die Schule zu erklagen.

    Und vor allem: Einen Tag nach der Demonstration kamen ca. 20 Schülerinnen vor dem Tor auf die beiden zu, umarmten sie symbolisch und zeigten ihnen eine Liste, auf der insgesamt 90 Schülerinnen dafür unterschrieben hatten, dass sie wollten, dass die beiden weiterhin ganz normal die Schule besuchen durften - und diese Aktion ging bestimmt nicht von der ach so toleranten Rektorin, die das Recht anderer Schülerinnen auf Protest so hochlobte, aus! Es gibt auch noch so etwas wie Zivilcourage. Natürlich sind die 90 Schülerinnen nur ein Teil der gesamten Schule, aber es gab hier jemanden, der sich die Mühe gemacht hatte, das Begrüßungskommittee zu organisieren und die Unterschriften zu Sammeln, und es gab immerhin 90 Mädchen, die bereit waren, ihren Namen unter dieses Manifest für Toleranz und Akzeptanz zu setzen.

    Trotzdem ist die ganze Geschichte in meinen Augen ein riesiger Skandal. Es sollte niemals nötig sein, wegen so trivialer Dinge wie der Liebe, die schließlich eine ganz persönliche Angelegenheit ist, Zivilcourage zeigen zu müssen!

    Aber es tröstet mich ein bisschen, dass am Ende ein kleiner Hoffnungsfunken steht. Die Menschheit ist noch nicht völlig verloren...
     
  • BenNation
    BenNation (35)
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    vergeben und glücklich
    6 Mai 2008
    #4

    Ja, und vor allem eine unbefleckte Empfängnis erhalten^^

    Es ist echt schlimm, was sich Menschen mit Religionen antun, oftmals dient sie nicht zum zusammenfinden, sondern eher zum trennen zwischen Menschen.

    Aber okay, wir reden hier von Kolumbien. Irgendwann werden sie auch dort mal dahinterkommen...
     
  • Kronos
    Kronos (39)
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    6 Mai 2008
    #5
    Tja, was soll man dazu sagen...
    Es mag zwar hart klingen, aber die beiden haben irgendwo ja selbst Schuld, ich meine;
    in Deutschland, wohlgemerkt, einem relativ modernen und moderatem Staat, war Homosexualität bis vor 40 Jahren noch strafbar.
    Südamerika ist seit es "entdeckt" wurde, also rund 600 Jahre, ausschließlich katholisch. Daß ihnen eine solche oder
    zumindest eine ähnlich geartete Reaktion entgegengebracht wird, hätte den beiden eigentlich klar sein müßen.

    Ich meine, der Vatikan gibt sich soviel Mühe zu vertuschen, das schwule Priester sich an Ministranten vergriffen/vergreifen,
    und dann outen sich zwei Mädchen in einer Schule als lesbisches Päärchen...hmm...

    Und die Rektorin mußte so handeln, denn die Bevölkerung wird mehrheitlich eine ähnliche "Hardliner"-Tour verfolgen wie der Papst,
    und die Eltern - die wahrscheinlich bei jedem "Mist (oder ähnlichem)" zwei Rosenkränze und vier Ave Maria beten - wären sonst wohl auf die Barrikaden gegangen.

    Naja, eigentlich ist es aber schade, daß heutzutage die Menschen noch so intolerant sein können, beziehungsweise sind.
     
  • Das Ich-Viech
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    7 Mai 2008
    #6
    Das mag ihre Begründung sein - aber keine Entschuldigung!

    Öffentliche Diskriminierung und Demütigung von Homosexuellen ist - egal mit welchem Grundgedanken - abzulehnen und höchst dämlich, wenn ich das mal so ausdrücken darf.
     
  • Kronos
    Kronos (39)
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    7 Mai 2008
    #7
    Nun, ohne jetzt einen bestimmten Menschenschlag aufgrund seiner Überzeugung beleidigen zu wollen,
    ich meine...wir sprechen hier von Katholiken, von der katholischen Kirche.

    Was Jesus vor 2.000 Jahren auch gepredigt haben mag, das aktuelle Bild dieser "Kirche" war so wohl nicht gemeint,
    daß die oberen behangen mit Samt und Gold den Menschen etwas diktieren, was damals wahrscheinlich so nie gesagt wurde, und mit der Begründung es seien Gottes Gesetze sind diese willkürlichen Aussagen bindend und diese Menschen glauben das...

    - onanieren ist Sünde...? Iiiih...:rolleyes_alt:
    - Sex vor der Ehe ist auch Sünde...? Bäh...:ratlos_alt:
    - Homosexualität ist Teufelswerk, Gotteslästerung und verdient die öffentliche Verbrennung...? Ich weiß nicht...

    Es mag stimmen, Menschen aufgrund ihrer persönlichen Neigungen und
    Prägungen öffentlich zu diskriminieren und demütigen ist dämlich...

    Aber wie gesagt, wir sprechen hier von der katholischen Kirche,
    einem großen Verein der an 1.000 Jahren alten Doktrinen festhält und
    deren Mitglieder selber entweder schwul, pädophil oder beides sind...

    Es ist eigentlich ein Jammer...
     
  • Das Ich-Viech
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    7 Mai 2008
    #8
    Da gebe ich dir schon eher recht.
    Dass die katholische Kirche in dieser Hinsicht mehr Scheiße baut als dass sie etwas anderes macht steht ja wohl außer Frage.

    Ich möchte das Thema "katholische Kirche und moderne Ansichten" jetzt auch gar nicht näher ausführen, da würde ich
    a) nicht fertig werden bevor ich 60 bin und
    b) mir nur seeeehr viele Feinde machen.

    Wenn die Rektorin schon nicht den Mumm hat, sich öffentlich gegen die falschen Ideologien der bekloppten Kirche zu äußern, dann soll sie wenigstens die Demonstration innerhalb der Schule - vollkommen intern! - unterbinden.

    Dass sie gar keine andere Wahl hatte ist Unsinn - lediglich zu faul und ängstlich war sie.
     
  • Shiny Flame
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    8 Mai 2008
    #9
    Faul und ängstlich? Hast du die Quelle gelesen? Der Journalist deutet da ziemlich direkt an, dass die ganze Geschichte sogar auf die Rektorin zurückgehen müsste...

    Die werte Dame behauptet zwar, die Demonstration der Schülerinnen sei "spontan" entstanden, aber die tollen Transparente und alles wirkten für den Journalisten doch sehr vorbereitet. In meinen Augen ist sie die Initiatorin - sie hat die Mädels erst von der Schule geschmissen und ihnen dann ein "Willkommenskommittee", das Hasschöre brüllte, organisiert. DAs hat nichts mit faul und ängstlich zu tun, sondern mit Intoleranz und Grausamkeit, die direkt den Klauen des Satans entspringt, wenn ich das mal so sagen darf - denn in meinen Augen ist alles, was Menschen unglücklich macht, böse und alles, was sie glücklich macht und ihnen hilft, zu sich selbst zu stehen, gut...
     
  • Das Ich-Viech
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    8 Mai 2008
    #10
    Allerdings habe ich die Quelle gelesen.
    Faul und ängstlich bezog sich darauf, ihre Schülerinnen zu verteidigen.
    Faul bedeutet für mich, den einfachsten Weg zu wählen: Und die Demonstration nach außen hin "zu dulden", allerdings im Innern daran mitzuwirken, _war_ der einfachste Weg. Einfacher, als sich gegen die Kirche zu stellen.

    Tschuldige, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe.
     
  • spätzünder
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    13 Mai 2008
    #11
    Ich habe wirklich den Eindruck, Intoleranz gegenüber Homosexuellen, selbstbewussten Frauen, Leuten mit schwarzer Hautfarbe, Ungläubigen und Gesellschaftskritikern wird in Zukunft die Mehrheitsmeinung auf diesem Planeten sein. :frown:

    Für mich ist das Ganze übrigens kein Ausdruck vor-zivilisatorischer Kulturen, wie hier einige meinen, sondern ein Regress in zutiefst moderne Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Hass gegen Homosexuelle, Selbstbefriedigung, Frauen - generell gegen alles Sexuelle - kam ja erst mit der modernen Zivilisation so richtig auf.
     
  • Dandy77
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    23 Juni 2008
    #12
    Hallo,

    selbst bei uns, im achso aufgeklärten Deutschland, gibt es Probleme mit der Homosexualität.

    Die genannten Schülerinnen gehen auf eine reine Mädchenschule. Die Geschlechtertrennung hat man deshalb vorgenommen, um Sex aus der Schule herauszuhalten. Die logische Konsequenz ist also, dass lesbische Mädchen der Schule verwiesen werden. Was wäre, wenn ein Junge die Schule besuchen wollen würde?

    Bei uns sind bei Sportvereinen und Schwimmbädern die Duschen nach Männern und Frauen getrent. Warum?
     
  • BlackbirdXX
    Verbringt hier viel Zeit
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    26 Juni 2008
    #13
    Was für eine sch***ß Intollerante Gesellschaft.
     

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